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Link-Button-Intro

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Strandlust

Rosengarten der Strandlust

Hotel Bellevue

Am Hafen

Vulkanwerft

Bahnhof

Panorama


Stadtbereich




stilelement-schwan







  
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Strandlust



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Nr.43
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Nr.43   Vegesacker Strandlust. 13.8.09 von Grohn nach Bamberg. 
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Nr.537

Nr.537  Speisesaal der Strandlust. Am 8.8.1915 in ein Lazarett. button-4k-larger-version
Tja, dieser Raum wirkt natürlich nur deshalb so einladend, weil noch völlig freie Platzwahl sogar noch am Fenster herrscht. Wäre der Raum brechend voll,
mit Qualm verhangen und die Geräuschkulisse diverser Kegelvereine voll am Anschlag, dazu noch einige Essensreste und Bierpfützen auf dem Boden,
dann würde man wohl doch eher sagen / feststellen: "...nee, lass ma' draussen bleiben!"
Dies ein Innenraumbild, welches ich eigentlich auch unter "Innenräume" hätte einsortieren können, aber wenn der Bezug zu anderen Aussenbildern gegeben ist,
dann runden die Bilder in Kombination den Gesamteindruck natürlich besser ab, als in getrennten Kategorien. Von der Fenstereinteilung her, scheint es sich aber
nicht um den "Wintergarten" oben auf der 43 zu handeln. Oder die Fenster wurden umgebaut, denn einige Jahre liegen ja allein zwischen den Poststempeln.  

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Nr.67

Nr.67   Gäste der Vegesacker Strandlust um 1907.  Alb-Nr. 67. button-4k-larger-version
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Nr.57

Nr.57   Eine Panorama-Doppelkarte / Klappkarte der Strandlust. Auch von Alb., aber ohne Nummer. button-4k-larger-version button-4k-larger-version
Der Raddampfer schien wohl die Weser auf und ab zu fahren und Bremen-Stadt mit Bremen-Nord zu verbinden, denn er taucht in verschiedenen Weser-Darstellungen auf.

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Strandleben-Strandlust-Vegesack Strandleben-Strandlust-Vegesack Strandleben-Strandlust-Vegesack Strandleben-Strandlust-Vegesack
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-- Überblend-Effekt --    (Mauszeiger aufs Bild stoppt Wechsel)
Überblende
Nr.143-col
Nr.217-sw
Nr.218-col
Nr.219-sw
Von Motiv 1  sw + Farbe   zu etwas zeit- und ortsversetzt aufgenommenem   Motiv 2   Farbe + sw. 
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button-4k-larger-version button-4k-larger-version
Nr.143:   Strandpromenade - color, Herrschaften stehend. 10.9.1913 nach Hamburg.
Nr.217:   Wie 143 - sw. 21.3.13, nach Bremen, Gösselstrasse.
Nr.218:   Strandpromenade - color, Herrschaften sitzend. 8.9.1918 nach Erfurt.
Nr.219:   Wie 218 - sw. 13.1.1913, Bremen, Gösselstrasse.

Die beiden Karten in die Gösselstrasse gingen von einem "alten Heinrich" an seinen lieben Wilhelm (Ein Schelm, wer sich da was denkt... ;)).
Die vom 13.1.13 ging von Vegesack aus, die andere sw-Karte, mit der etwas anderen Perspektive, versendete Heinrich dann am 21.3.13 von Schönebeck aus.
Er schrieb sehr viel und sehr klein (ich kann es, wie allermeist, leider nicht lesen)... irgendwas mit "25. Geburtstag" und "wir haben recht vergnügt gefeiert" und
dann noch was von "Landluft". Wir hoffen mal, alle dort haben die frische Luft.genossen, denn ein Jahr später im Krieg wurd's ja noch staubig genug... :-/.
Der Fotograf schien sich nicht entscheiden zu können, welches Bild desselben Themas er nun nehmen will, so hat er einfach beide publiziert, was für uns heute
eine interessante, etwas zeitversetzte Zweierserie ergibt.



Strandlust Badende - Ueberblende-I Strandlust Badende - Ueberblende-II


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Nr.210
Nr.56 (Turm links, mehr Ponton) + Nr.210 (Turm Mitte, mehr Bäume). Strandleben an der Vegesacker Strandlust. button-4k-larger-version
Die 56 am 13.8.1909 von Grohn nach Bamberg, Nr.210 nach Arnsdorf bei Amerika, Sachsen Muldenthal, am 10.8.1916.
Hier ebenfalls wieder eine etwas zeit- und ortsversetzte Doppelaufnahme. Möglicherweise sind sogar sämtliche Strandlustbilder überhaupt, auf denen das Strandpublikum
in etwa in dieser Konstellation drauf ist, von ein und demselben Tag. Da hat er ("sie" wohl eher nicht) dann vielleicht an einem schönen Pfingstwochenende sich dort
hinbegeben und einquartiert, um dann an 1-2 Tagen mit zu erwartendem hohen Publikumsverkehr dort seine Ausrüstung aufzubauen und all die verschiedenen
Aufnahmen später an verschiedene Verlage zu verkaufen.
Auf diesen beiden Bildern sieht man z.B. die Frau im roten Kleid (mit den Kreuzträgern überm Rücken und dem Kind an der Seite) auf beiden Aufnahmen vorn im Sand sitzen,
während das Mädchen im dunklen Kleid und Hut aufgestanden und zum Wasser gegangen ist. Auch die zwei Damen und die Frau mit der weissen Schürze hinten auf den
Bänken blieben währenddessen sitzen, was also zeigt, dass nicht allzuviel Zeit zwischen den beiden Aufnahmen vergangen ist. Wer erkennt mehr gleiche Leute?
Aber immerhin sieben Jahre liegen zwischen dem Versenden der beiden Karten! Sehr wahrscheinlich gibt es noch weitere Bilder jenes Tages -> ich bleib' dran!!! ;)
Wie gesagt: Möglicherweise wurden alle Motive vom Publikum der Vegesacker Strandlust an einem einzigen Tag oder innerhalb einer Ausflugsperiode aufgenommen.



Nr.357

Nr.357   Eine weitere Strandlust-AK von Alb. Rosenthal. In diesem Fall die Verlagsnummer 2. button-4k-larger-version
Am 8.7.1911 nach Berlin. Hier lassen sich aber keine gleichen Personen mehr entdecken, es scheint deutlich mehr Zeit Zeit zu anderen Aufnahmen (z.B. oben) vergangen zu sein.
Hinten beim Fahnenmast hat sich ja auch schon eine kleine Gruppe Leute versammelt, die auf den anderen Motiven nicht zu sehen ist.
Bemerkenswert hier der Mann auf dem Inselchen! Ich würde deuten, es ist ein Mikrofonständer, den er vor sich hat - und er hat ja auch etwas Publikum bei sich versammelt.
Es könnte aber auch, was auch wahrscheinlicher ist, irgendein Schwimmgefährt sein, eine Art Tretboot oder sowas - und dann könnte die Stange zum Festhalten oder
eine Lenkstange sein. Solcherlei aufsehenerregende, selbstkonstruierte Stehsteppergefährte zum auf dem Wasser Laufen waren jener Zeit durchaus populär, es gibt hin und
wieder Fotos von derlei Wasserläufern im Web zu finden.


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Strandlust-Ausflugsverkehr-am-Anleger Strandlust-Ausflugsverkehr-am-Anleger Strandlust-Ausflugsverkehr-am-Anleger Strandlust-Ausflugsverkehr-am-Anleger Strandlust-Ausflugsverkehr-am-Anleger
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-- Überblend-Effekt --  (Mauszeiger aufs Bild stoppt Wechsel)
Überblende
Nr.236-sw
Nr.237-sw
Nr.238-col
Nr.239-col
Nr.556-sw
Nr. 236, 237, 238, 239, 556.  Zeitliche Serie, sw + color. button-4k-larger-version button-4k-larger-version button-4k-larger-version
button-4k-larger-version button-4k-larger-version button-4k-larger-version
Auch wieder eine Überblendserie mit Zeitversatz. Der Fotograf hat mitgeschwenkt, die Bilder habe ich entsprechend versetzt.
Es handelt sich hier wohl um drei verschiedene Schiffe, deren Anstrich und Aufbauten nach. Direkt am Anleger sehen wir jedenfalls den "Lachs". Möglicherweise hatten die
Schiffe hier ihren Linienendpunkt und haben daher hier gewendet. Z.B. Linienschiffe, die dann von Vegesack aus wieder weserabwärts fuhren. Es scheint auf jeden Fall
sehr hoher Betrieb geherrscht zu haben. Denn früher waren natürlich die Flüsse die Hauptverkehrsadern. Auf der Havel in Berlin z.B. fuhren jener Zeit die Schiffe auch
alle paar Minuten nach Kladow runter, so wie heute die BVG-Busse. Ähnliche Dichte damals auch in Schweden auf dem Angermanälven, alle paar Minuten wieder
ein Linienschiff, dass alle paar 100m wieder an der nächsten "Haltestelle" anlegte. Heute ist die Schiffahrt dort quasi ausgestorben, auch die grossen Güter- und
Holztransporte werden per Eisenbahn und LKW abgewickelt und es gibt keine grossen Industriezentren mehr, wo zigtausende Arbeiter jeden Tag allein nur zu einer
einzigen Fabrik und im Schichtbetrieb anreisen müssen.
Nur ein Motiv der drei bisher als Farbversion vorliegend, bin gespannt, ob sich da künftig noch die anderen in Farbe finden werden.
Ein weiteres sw-Motiv der Szenerie habe ich noch, ebenfalls wieder von Alb. (Nr.502, auch Nr.32), da steigen Fahrgäste aus und verlassen die Landungsbrücke,
aber jener Kamerastandort ist weiter nach links hin zur Brücke versetzt, muss also nicht mehr zwingend vom gleichen Tag sein, geht auch nicht mehr so
gut passend als Überblende.
Sehr schön gemacht die Colorierung vom Bild mit dem Flaggendampfer. Letztere AK umfasst eine per Schreibmaschine getippte Einladung zum:.

             Hauskonzert Parkhotel Manhagen
             Montag, den 10.5.1948  19,30
             Ausführende: Sigrid Grosse   Violine
                                   Gesine Grosse   Klavier
             Im Programm:  Werke von
             Schubert - Mozart - Beethoven.
             Unkostenbeitrag M. 5,-
             Karten täglich bis einschliess-
             lich Sonnabend 8.5.48 nachmit-
             tags von 16-18 Uhr
                                            Moltke Allee 25

Wie lange man damals ein- und dieselben Vorlagen für ein Bild verwendet hat, bzw. die Karten noch für Verwendung aufgehoben hat! Rund ein halbes Jahrhundert!
Gelaufen ist von diesen fünf nur die sw des zweiten Bildes am 16.7.1912 nach Stralsund (während der Hauskonzert-Infoflyer ja mit 1948 datiert ist, was also letztlich
vom Zeitpunkt der Aufnahme bis zum Konzertabend über zwei Weltkriege, einer Grippe-Pandemie und einer Hyperinflation hinweg etwa 50 Jahre entspricht).
Alle fünf sind vom Verlag Alb. Rosenthal. Die sw mit dem Schiff weiter weg hat die Verlagsnummer 5. Die sw mit Dampfer näher dran hat die Nummer 26, die schlechter
colorierte hat Nr. 805 und die besser colorierte Nr.11. Das scheint zu belegen, dass die farblich schlechtere Version erst sehr viel später hinzukam, während die Nr.5
demnach eine der allerersten AK-Publikationen des Verlages war! Der Lachs am Anleger hat die Nr.56.
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Nr.412
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Nr.412   Strandpromenade expressionistisch. ng. Druckdatum auf Karte: 1913. button-4k-larger-version
Der diagonale Strich vom Tisch zur Mauer hoch (hinten links) scheint kein Kratzer zu sein, sondern eine Girlande / ein Band, welches etwas insich verdreht aussieht.
Jedenfalls wieder ein Motiv, welches mit dem damals zeittypischen Malstil der Ausflugsszenen Max Liebermanns korrespondiert.
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Nr.542

Nr.542   Strandpromenade mit Gartentischen vis a vis. button-4k-larger-version
4.3.1917, Feldpost an Sidonie Noack, nach Neugersdorf, Sachsen.
In Neugersdorf entspringt die Spree. Hier an der Promenade gilt, bzw. galt: Sehen und gesehen werden! Hoher Flirtfaktor!
Heute gilt an solchen Promenaden und Lustorten eher ein hoher Personengefährdungsfaktor, zumindest assoziiert man das mittlerweile so, aber egal, denn die Ursachen und
Umstände sind gesellschaftspolitisch immernoch mehrheitsfähig. Es bedarf also, nach Meinung der Mehrheit, keiner signifikanten Änderung, und damals im Jahre 1917 wütete
ja schliesslich ein noch viel schlimmerer Krieg (diese "Feldpost" belegt das wieder einmal mehr), wenn auch nicht direkt vor der Haustür (das kam erst 25 Jahre später) und so
machte man sich also einen schönen Tag. Überdies dürfte das Foto selbst noch von vor 1914 stammen, also noch aus jener romantischen Vor- und Frühzeit relativer Unschuld.
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Nr.355

Nr.355  Der Strand der Strandlust. Der ziemlich gähnenden Leere nach: jahreszeitlich wohl eher in der Nebensaison. AK ng. button-4k-larger-version
Der Sand schon etwas bewachsen, nur eine Nanny hortet ein paar Kinder und in der Deckung der Gewächse übt nur ein einsamer Infanterist die Landung in der Normandie...
Merkwürdig, was das für ein Typ ist. Es könnte der Helfer des Fotografen sein, der ein Stativ in der Hand oder irgendein Gepäckstück dabei hat, vielleicht ist es auch ein Modellboot,
aber der Hut oder die Mütze  sieht eher nach glänzendem Helm aus und die Pose ist ja auch nicht gerade nur nachdenklich das Wasser betrachtend. Na ja, egal nu'.

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Rosengarten der Strandlust
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Rosengarten, Rosenzucht der vegesacker Strandlust Rosengarten, Rosenzucht der vegesacker Strandlust
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-- Überblend-Effekt --   (Mauszeiger aufs Bild stoppt Wechsel)     sw / col
Überblende
Nr.438-col Nr.439-sw
Nr. 438 + 439   Gartenanlagen der Strandlust, Rosenzucht. button-4k-larger-version button-4k-larger-version button-4k-larger-version
Die sw am 17.9.1915 an Herrn Gutsbesitzer Fr. Fischer, Hof Steinfeld, Broderstorf. Col am 17.8.1916 nach Ahlhorn.
Wieder ein schönes Beispiel einer damaligen Colorierung im Vergleich zur schwarz-weiss Version.     
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Nr.543.
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Nr.543  Rosengarten.   Heute mit:  'Ner  Frau...  mit 'nem Kind....  und natürlich mit dem Angelzwerg!
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Am  ":):!)!/  (na, welches Enigmadatum ist das?) an Emil Roßmannek iwo in Ostpreußen.
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Nr.366

Nr.366  Steiles Ufer mit Restaurant Weserlust. 12.5.1913 nach Kassel. button-4k-larger-version
Die Schreiberin ist wieder mal eine Else, schreibt an Elise und sitzt gerade mit anderen genau überm "W" der Weserlust-Schrift oben auf der Terrasse und sie gucken zur Weser.
Unten auf der Nr.119 haben wir ebenso den Terrassenbereich, hier jedoch mit einem anderen Fensterausbauzustand über die ganze Länge der Veranda, was hier als
"Panorama-Verglasung" neuer, moderner und im Ausbau grösser wirkt als auf der 119.
Unten auf der Nr. 232 mit dem Rosarium sieht man noch das "W" der Schrift am Terrassengeländer.

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Nr.55

Nr.55  Der Garten der Strandlust. Auch nach Bamberg, wie Nr.56. Aber wohl von jemand anderem.
Datum unbekannt. Zugegeben, hier gibt es bessere Darstellungen aus dieser Perspektive und Blickrichtung,  aber auch diese Version ist zeigenswert, finde ich.
Ich mag besonders einen etwas theatralischen Ölbild-Style in den alten Motiven. Es war ja eben auch die Zeit des Malers Max Lieberman, mit z.B. dem Bild Papageienallee,
was einen ähnlichen Charakter hat wie oben die Strandlust-Szenen. Weil ich es wie gemalte Ölbilder aussehen lassen will, retuschiere ich, wo immer möglich, auch die
Titelschriften raus. Dies die Alb-Nr.799, oben die Rosenzucht-col Alb-Nr.800.

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Nr.119

Nr.119  Schön angelegte Gartenpartie an der Strandlust. button-4k-larger-version
Je öfter ich das Wort "Strandlust" lese + schreibe, desto mehr denke ich, unter dem Titel könnte man mal 'n Film machen... ;) 
16.10.1909 an Fräulein Anny in Wittmund aus der Vegesacker Langenstrasse 65.
Entweder hat man bei der Nachcolorierung unterhalb der Laub-Girlande, bis auf das eine Paar Beine, alle übermalt, oder die Figuren stehen und knien
tatsächlich schon zum Zeitpunkt der Aufnahme so gekonnt hiter der Girlande, dass sich diese Perspektive gerade so ergibt.
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Nr.232

Nr.232  "Rosarium der Strandlust. Inh: C. Knoblich". Wieder mal an ein Fräulein. Am 25.5.1913. button-4k-larger-version
Also falls das hier nicht schon von vornherein ein Farbfoto ist, muss man zur Colorierung echt sagen: Hut ab!
Echt gelungen! Die roten Blüten sind auf alle Fälle künstliche Farbtupfer. Das Laub der Bäume wirkt in der Nuancierung sehr fotorealistisch.
Auch im Vergleich zum Bild 119 darüber sieht man bei der 119 stärker die künstliche Farbgebung. Bei beiden steckte sicher sehr viel Arbeit drin!
Hätten's ja auch noch oa bissel damit warten können, bis die Digicams auf den Markt kamen... ;) Aber der Mensch will ja nicht bloss immer nur
auf die Technik von morgen warten, sondern hier und heute das Meistmögliche rausholen. Alles, was geht!

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   Hotel Bellevue.
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Nr.472  Hotel Bellevue, Strassenansicht und         
Panorama von Vegesack.        
15.7.1901, Frl. Minna Brander, Strodthagen, Bahnhofstrasse.        
     
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          Nr.610
  Hotel Bellevue,
          Strassenansicht und Gesellschaftssaal. 

          Am 5.6.1904 an Frl. Meika Oldeboom,
          Ditz-Verlaat, Bunde, Ostfriesland.


































                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                      button-4k-larger-version
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Nr.466.
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Nr.466  Blick auf Hotel Bellevue von der Weser aus. 21.8.1905 nach Wilhelmshaven. button-4k-larger-version
Es sieht etwas so aus, als wenn wir uns hier rechts von der Weserlust oben befinden, was an dem Panorama-Wintergartenvorbau zu erkennen wäre,
wenn oben nicht zwei Vorbauten wären. Solche Vorbauten werden sehr wahrscheinlich noch viele weitere Häuser gehabt haben und die Motive liegen
zeitlich zu nah zusammen, als dass sie eine Aus- und Umbausituation zeigen würden, denke ich, zumal auch die Dächer im Hintergrund anders sind.

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Nr.186
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Nr.186   Hotel Bellevue, Garten-Teilansicht. Besitzer C.Hinze.  30.7.1916 nach Braunschweig. button-4k-larger-version
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Nr.617
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Nr.617  Hotel Bellevue, Garten mit Veranda, Gäste.  button-4k-larger-version
8.9.1918, Frl. Emma Kipp, Elberfeld, Hamburgerstr. 35..
In der Hamburger Strasse dort gibt es keine Hausnr. 35. Nur 34+36 soweit ich sehen kann. Schönes Detail dort: Die Hamburger Treppe! Schon toll,
dass mir jemand - in diesem Falle Frau Heuser - aus dem Jahre 1918 über Umwege schreibt und ich somit mal an einen Orte reise, den ich sonst
gar nicht kennengelernt hätte! Hier bleibt mir also die Hamburger Treppe (wiki) als Elberfelder Sehenswürdigkeit in Erinnerung! :) 
Siehe auch dieses Bild, dort an der Wand oben links erinnert eine Malerei an jene Zeit dieser Kartenkorrespondenz.

  Liebes Frl. Kipp! Freundliche Grüße vom Weserstrand sendet Ihnen Ihre E. Heuser.
  Haben grade eine 1 stündige Weserfahrt hinter uns... einfach herrlich.
  Mit freundlichen Grüßen Ewald Heuser
  Freundliche Grüße Frau Heuser

 
Tischgespräch:
     
Er zu Else: "Du Else, pass auf, Dein Schirm scheuert am Geländer! Der ist doch noch ganz neu!".
     
Else erwidert: "Ja, aber die scheiss Sonne knallt hier so rein!!!"
     
(D.h., nein, sie sagt nicht "scheiss Sonne!!!", sie sagt):
      "Fürwahr, mein Gutester, Du bemerkst es wohl treffend, doch ist es mir nun, beim hiesigen Kaiserwetter, welches wir angesonnen sind,
      es auskosten zu wollen, darob doch um einiges wonniger, lieber etwas schattig zu verweilen!"
     
Er: "Ja, aber pass trotzdem auf mit dem Schirm, sonst geht der nachher nicht mehr richtig zu und dann laufen wir den Rest des Tages
      mit dem sperrigen Ding rum, und die Dienstmagd muss ihn dann zur Reparatur bringen und wieder abholen, und derzeit sehe ich das
      Mädchen im Haushalt eher unabkömmlich. Aber lasst uns doch lieber überlegen, wie die derzeitigen Baumwollpreise sich
      entwickeln werden und ob wir noch Kriegsanleihen zeichnen wollen!"
(Das Motiv ist ja etwas älter als das Versanddatum).

Interessantes Objekt: Das Fernrohr! Oben auf der Nr.186 steht es ganz links.

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Nr.490
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Nr.490  Hotel Bellevue, Terrassen, Segelschiff im Schlepp auf der Weser. button-4k-larger-version
Schön erhaltene Karte vom 6.9.1899 (ca. 3 Monate vor dem Geburtsdatum des heute, 16.5.2016,
ältesten noch lebenden Menschen auf der Welt -> Nachtrag: gest. am 17.4.2017),  geschickt an Frau Gräfin Peralta Renaud Riesch, Dresden.
Auf der Karte "Peralta" mit "d" geschrieben, was gegenüber einer Hochgeborenen damals dann doch keinen allzuguten Eindruck hinterlassen haben dürfte.
Aber mal eben den Namen googeln ging natürlich nicht, was man damals (vor Google) nicht wusste, das wusste man dann eben nicht. Und was man nicht
weiss, das macht einen nicht heiss.

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Nr.655
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Nr.655  Hotel Bellevue, Blick über die Weser, Ausflugsdampfer. button-4k-larger-version
16.5.1910 nach Freiburg, an Wohlgeb. Herrn I. Zahn.
     Beste Grüsse von einer Ruderpartie hierher mit unserem Vierer sendet dir dein Vetter (es folgen einige Namensunterschriten).
Man spürt förmlich den starken Wind, der durch die Bäume streift! Das Ufer hier deutlich zugewachsen gegenüber der rund 10 Jahre früheren Aufnahme oben.
Welcher Dampfer der hier einfahrende genau namentlich ist, ist nicht zu erkennen, sieht aber stark nach "Lachs" oder "Hecht" aus.
Damals bezeichnete man so ein Schiff als "Dampfer", weil es dampfte. In Zukunft wird man wohl sagen: "Wir haben heute eine schöne
Stromerfahrt mit dem Ausflugsstromer unternommen". Oder mit "Electra", "Volta", "Tesla", "Eboat", "E-Wasweissich", "Myshipper", "🚢" ...

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Nr.322
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Nr. 322  Titel: "Anlegeplatz für Segel-, Ruder- und Motorboote." button-4k-larger-version
An Herrn Carl Hoffmann, Langevieren 6, Bremen. 8.9.1910.
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Nr.406
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Nr.406   Anleger vom Hotel Bellevue und Bootshaus des Vegesacker Ruder-Vereins. button-4k-larger-version
An Herrn Hermann Bäuerle, Bühlenthal b/Baden-Baden, 4.9.1910.
Das Bootshaus existiert oben auf der 322 nicht, trotz dass diese Karte hier nur 4 Tage früher abgesendet wurde!
Ich denke mir, das obere Motiv ist älter, das Bootshaus also eher unten neu gebaut, bzw. ausgebaut und Bäume gefällt, als oben abgerissen und neue Bäume gepflanzt.

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   Am Hafen.
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Nr.519.
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Nr.519  Hafenpartie mit Seglern und Barkasse vor Anker. button-4k-larger-version
An Fräulein Cäcilie Borowski, Land Lauterberg im Harz, 21.6.1911.
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Nr.622
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Nr.622  Hafenpartie mit zwei Dampfern. button-4k-larger-version
28.8.1908 an einen Fred, Borkum Strasse 40, Bremen. Allerdings gibt es nur in Bremerhaven eine
Borkumer Strasse und auf dem Stempel steht "Delmenhorst". Text ist auf Englisch. Macht ja nix, denn die Karte ja letztlich gut bei mir angekommen! :)

Tja, die Häfen sind auch heute immer noch ein Sehnsuchtsort! Sehnsucht nach Ferne und Exotik! So ein Hafen weckt in mir die Lust auf eine Abenteuerkreuzfahrt
über alle sieben Weltmeere! Aber ich will bezüglich einer Kreuzfahrt noch etwas auf den Fortschritt in der Branche warten, denn auch wenn Kreuzfahrtschiffe heutzutage
schon Kartbahn und Kletterfelsen anbieten, nebst Minigolf, Theatern, Kinos und Eislaufbahn, nebst Einkaufspassagen und Pflanzengärten, nebst Schwebe-Restaurants,
Seilbahnen und Superrutschen, nebst Büchereien und Fitnesscentern mit Squash, nebst Pools mit Wellensurfen, dazu vielerlei Themen-Bars dekoriert mit Ölgemälden
und Shake-Robotern - für mich ist das alles noch nix! Ich habe mir vorgenommen, erst eine Kreuzfahrt zu buchen, wenn man auf einem solchen Schiff auch mal
Ponyreiten machen kann! Denn ich mag Ponyreiten! Oder besser Springreiten! Jedenfalls so wie auf Immenhof! Jaaa! Und wenn es dann auch ein kleines Waldstückchen
an Deck gibt, in welchem man mal etwas für sich allein sein kann und dazu vielleicht bei Sonnenaufgang vom Hochstand am Schiffsheck aus ein paar Rehe in einer
Waldeslichtung auf dem Bug im Morgennebel beobachten kann - ja, dann würde ich auf alle Fälle gleich eine Kreuzfahrt buchen!
Jedenfalls auf Ponyreiten sollte man während einer Kreuzfahrt keinesfalls verzichten müssen, finde ich! Allein schon der Gleichberechtigung wegen,
denn Ponyreiten mögen ja meist eher die Mädchen und die Kartbahn für die Jungs gibt's ja schliesslich auch an Bord. Siehste! Eben!
Noch besser wäre natürlich, an Bord wäre ein richtiger Zoo, also keine so engen Gehege, sondern eher ein Park mit Tieren in freier Wildbahn,
und von jedem Landsäugetier gäbe es mindestens ein Pärchen zu bestaunen -> ja, das wäre dann aber mal 'ne wirklich erlebnisreiche Kreuzfahrt!
Mmmh... bezüglich Kreuzfahrten kommt man schnell ins Schwärmen und Träumen! Das ist eben die Sehnsucht nach dem ganz individuellen
Kreuzfahrtabenteuer in die Ferne... endlich mal raus aus dem hektischen Alltagstrott... endlich mal raus aus der Enge der eigenen Kleinstadt! ^^

Der Pegelstand scheint hier auf der 519 zur 622 unterschiedlich zu sein. Also eher nicht im fast gleichen Moment aufgenommen.
Dennoch ziemlich gleiche Machart, hier aber ohne Verlagsangabe+Nr. Die 519 auch ohne Nummer, aber Alb. Lediglich die sw-Version hat Nr.16.
Auch von dieser 622 wird es wohl noch eine sw-Version geben, sicherlich dann ebenfalls nachweislich von Alb.




Nr.693

Nr.693 Hafenpartie mit den Segelschiffen B.V.2., B.V.3., B.V.5. u.a. button-4k-larger-version
20.11.1907 an Fräulein Marie Meyer, Bergwerkstrasse 20, Iserlohn.

Tja, ein Schiff im Hafen ist sicher, aber dafür ist es nicht gebaut! (Alte Weisheit.) Das gilt nicht nur für die B.V.5, sondern natürlich auch für die No.5 Elbe. Und wenn es
ausserhalb des Hafens dann mal gefährlich wird, dann darf man auch gerne mal rufen: "Nach links, links, links, LINKS rüber... weg von dem Tanker da... weg, weg, WEG da!!!"
Denn es muss ja nicht immer zwingend achteraus die harte Backbordfolklore abfallen, ja es braucht nichteinmal ein Tanker zu sein, wenn sich durch schlichte Vereinfachung
der Beschreibung der Situation ein grösseres Malheur verhindern lässt. Ja, das kann ich so vom Sessel aus beurteilen: Auch unter Amateuren einfach mal keine Angst haben,
im Falle des Falles die sprachliche Etikette zu missachten, um somit die entscheidenden Sekunden Zeit zu gewinnen!

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   Vulkan Werft.
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Nr.448.
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Nr.448  Am 20.12.1901 an Fräulein Emma Putzky, Görlitz, Rothenburger Strasse 9(?). button-4k-larger-version
Die Vulkan-Werft im Jahre 1893 gegründet, bzw. als solche weitergeführt, heute schon lange stillgelegt.
Das Schiff wird sehr wahrscheinlich eines der Köln-Klasse sein, namentlich dann die Breslau oder die Brandenburg.

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Nr.689
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Nr.689  Vulkan, Kesselschmiede. ng. Louis Koch. button-4k-larger-version

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   Bahnhof.
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Nr.52.
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Nr.52  Vegesack - Blick vom Bahnhof. 1.12.1917 nach W.Haven.
Eine Erwähnung der Bahnstrecke nach Vegesack erinnert mich immer an:
      "Im Intercity von Bremen nach Vegesack sind wir jetzt im Speisewagen angekommen.
      Eben betritt Hans Kuckuck der singende Kontrolleur das rollende Restaurant.
      Das Schlürfen verstummt - und jetzt klingt sie auf, die auf allen Strecken bekannte Weise:
      Das ist der blonde Hans von der Bundesbahn -
      das ist der blonde Hans mit dem Pferdeschwanz -
      er drückt kein Auge zu,
      lässt dich nicht in Ruh,
      das ist der blonde Hans - ahoi..."

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   Panorama.
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Nr.224.
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Nr.224  Totalansicht vom Vegesacker Hafen. Nicht gelaufen. button-4k-larger-version
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Nr.420
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Nr.420  Weserpanorama. An Frl. Gustchen Steinmann, Göttingen, 30.5.1914. button-4k-larger-version
Panorama..... Panoptikum..... Panflöte.... Peter Pan.... Pan Tau....... hmmm....
nooog.....yip.... Buch sagt: pan = allumfassend .... yip....Buch... yipyipyipyip.... :)

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Nr.476
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Nr.476  Uferpartie. button-4k-larger-version
Datum unleserlich, vor 1910. An ein Fräulein. Von der Post von "Hildesheim" auf "Bremen, Lützowerstr." korrigiert. Das Fräulein war wohl schon umgezogen.
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Nr.484
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Nr.484  Dampfer auf der Weser. button-4k-larger-version
11.7.1905 an Fräulein Hanna Schneider, Lauterberg / Harz. Hinten steht lediglich gross und quer "Segelregatta Vegesack / Brake" drauf,
vorne etwas mit: 9.VII 1905. M.l.H. Per Dampfer hier angekommen, sende ich Dir von Bellevue die Herzlichsten Grüsse... (u.a.)
Wieder ein Bild von Louis Koch. Der Louis Koch hat seiner Zeit aber auch wie wild umsich geknipst! Was es da alles an Fotos von ihm, 
bzw. unter seiner Marke gibt... mein lieber Scholli!

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Nr.630
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Nr.630  Villa Fritze.  4.10.1901. Geburtstagsglückwünsche an Frau Gesine Steengrafe, Besselstrasse. button-4k-larger-version
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   Stadtbereich.
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Nr.643.
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Nr.643  Gerhard-Rohlfs-Strasse. Benannt zu Ehren des Afrikaforschers Gerhard Rohlfs. button-4k-larger-version
Karte von Freund Wilhelm an Hermann in Kiel Gaarden, Preetzer Chaussee 11b. Etwa hier.
Datum nicht mehr zu erkennen, da aber die Briefmarken schon 25 Pfennig Porto haben, ist es etwa um 1920.

Ist doch ein schönes Bild! Gelt? Woll? Newar?  Es gibt einen heutigen 360°-Blick dort an der Ecke, man kann dort zwei Gullydeckel mit Bremer Schlüssel drauf bestaunen
und dann kann man gegenüber per Klick in Leffers reingehen! Ach ja... so nach Leffers rein und am Ende wieder raus, das erinnert mich an früher, an meine Kindheit,
in der die Umwelt ja noch rund doppelt so gross und weit erschien, aufgrund der eigenen kleinen Körpergrösse, und ich mit Familie in der Stadt und dann z.B. vom Brilltunnel
unten aus in Kaufhauf rein. Oder in der Obernstrasse zu Hertie rein. Gleich nach dem Reingehen an den Schwingtüren zunächst immer zwei Sekunden lang dieser
Tropensturm und dann darauf dieser typische Kaufhaus- und Klamottenladenmief :).
Urig war das! ich riech' noch heut, wie das damals muffte! Dazu alle paar Momente diese krytischen Durchsagen: "Einsfünfunachzich, bidde,. eins fünf un achzich...!"
Und in den Kleiderabteilungen das unaufhörliche, pro Minute hundertfach hochfrequent zwitschernde und quitschende, fast industriell wirkende, metallische Klickern und
Schaben unzähliger Bügel auf den Metallständern, wenn die Ware von den Kunden wieder eingehängt oder verschoben wurde. Ein aus der Tiefe des Saales permanent
singendes Geklicker, welches solche Verkaufshallen damals als Hintergrundkulisse ganz und gar erfüllte. Und beim Rausgehen nocheinmal durch den Tropenwind und
dann in die dunkle Nieselkälte der Vorweihnachtszeit hinaus, vielleicht noch zum Schmalzkuchenstand und dann beim klebrigen-Puderzucker-auf-die-Jacke-Streusseln in
der Obernstrasse andächtig die Karstadt-Glühbirnentanne, farbige Neonbuchstaben und andere glitzernde Fassaden-Leuchtreklamen betrachtend.

Klar, Bremen-Nord war immer schon eine etwas kleinere Einkaufsgegend als Bremen-Stadt, dennoch gab es auch dort damals in den 80ern noch Filialen von Hertie und Barlage.
Bei Barlage konnte man immer so herrlich Leerkassetten als Geburtagsgeschenke kaufen und in Bremen-Nord war es bei Barlage nicht so voll wie in der Stadt. Auch mein, fürs
Schulsportfest dringend benötigte Teleobjektiv habe ich dort in einem Traditionsfotoladen erstanden (war aber m.E. nicht Becker), dort gab es auch noch die
1000-Watt-Halogenbirnen, die es sonst nirgendwo mehr gab, der Shop war mein letzter Versuch, und jaa! :)). Lang, lang ist's her...

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Nr.289

Nr.289  Partie an der Kirche.  16.12.1907 an Lottie Hilmen, Brooklyn, New York. button-4k-larger-version
Mit dem Schiff gemächlich hin nach New York und 107 Jahre später mit dem Flugzeug wieder zurück!
Tja, ich wollte die Karte halt schnell von dem Verkäufer in New York haben, so kam jetzt nur ein Flugzeug zum Rücktransport infrage. :)

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Nr.619

Nr.619  Parkanlagen an der Kirche. Alb Nr.21. Der Blick schliesst oben an die 289 an und zeigt den hinteren Parkanlagenteil. button-4k-larger-version
Dies Motiv habe ich 2x. Davon einmal wiederum an Hornist E. Roßmannek, 11. See-Batl. 4. Komp. Wilhelmshaven. 8.6.1918.
(Ebenso an Roßmannek hier unten die 518 und die 508).

  Lieber Freund! Deine schönen Karten habe ich alle erhalten, habe mich sehr dazu gefreut. Die Serie ist sehr schön. Wie gefällt es Dir denn dort noch?
  Kann Dir mitteilen, dass es uns Allen noch gut geht, hoffe von dir dasselbe. Mit herzlichem Gruß verbleibe ich Deine Freundin
Gesine Lahmeyer.

Die Andere am 17.8.1911 an Frl. Ida Ellermeier, Villa Stern, Braunshaupten (heutiges Kühlungsborn) a. Ostsee, Neue Reihe.

  Herzl. Glückwünsche zu Deinem Geburtstage senden Dir, nebst vielen Grüßen an Onkel Herrmann u. Tante Ida, Frau A. Fricke, Rudulf, Marie H.

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Nr.195

Nr.195  Hartmannsstift. button-4k-larger-version
3.2.1918 von Siegfried an Fräulein Anni Engelken nach Rüstringen.
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Nr.504

Nr.504  Bremerstrasse. ng. button-4k-larger-version
Es könnte sich hier auch um die heutige Uthoffstrasse (Bild unten) oder deren Verlängerung handeln. Die Bremerstrasse gibt es heute namentlich nicht mehr in Vegesack.
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Nr.463

Nr.463  Heutige Uthoffstrasse. 4.6.1919 nach Hannover-Linden. button-4k-larger-version
Die drei Häuser rechts stehen heute noch, wie ein Blick in Streetview beweist.
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Nr.518

Nr.518  Nochmal die Bremerstrasse. button-4k-larger-version
Blickrichtung von der anderen Seite der obigen Nr.463 aus, was sich gut an der Vordachszierspitze erkennen lässt.
Der heutige Blick ziemlich genau dieser hier. 19.1.1918 an Emil Roßmannek, 11. See-Batl. 4. Komp. Wilhelmshaven. Grüsse von Deekers, u.a.

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Nr.342

Nr.342   Poststrasse, Ecke Breitestrasse. ng. button-4k-larger-version
Und so sieht es aktuell hier aus. An der linken Häuserecke, rechts vom Eingang, findet entweder eine Knutschszene statt,
ein Überfall oder eine Frau hebt ihr Kind, einen Hund oder eine Katze hoch. Sehr schwer genau zu erkennen.

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                                                                                                                                                 Nr.402  Breitestrasse. Kinder mit Drachen.
                                                                                                                                                 An Fräulein Marie Dahlhaus, Pensionat Herten, Bonn a/Bh, Venusbergweg 10.
                                                                                                                                                 Stempel: 4.4.1904, Zug 385, Farge.
                            button-4k-larger-version   
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So ein schöner weisser Drachen! :)  So eine friedliche herbstliche Stimmung.  Und ein Jahrzehnt später tobte der Weltkrieg!

Die weissen Tauben sind müde! Sie fliegen lange schon nicht mehr! Jedoch die Falken fliegen weiter, sie sind so stark wie nie vorher!
Und ihre Flügel werden breiter - und täglich kommen immer mehr...
Sieh dort Marie, das leere Bett - der Spiegel unsrer grossen Zeit - ab morgen gibt's statt Glas nur Scherben!
Komm her und schenk uns noch mal ein, den letzten Schluck vom letzten Wein. Marie, die Welt beginnt zu sterben...

Zitat Hans Hartz aus dem Lied "Die weissen Tauben sind müde".

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Nr.370

Nr.370  ng. button-4k-larger-version
Da keine Strassenangabe draufsteht und ich den Standpunkt auch nicht per Streetview finden kann, nenne ich das Motiv mal "Uhrmachergasse".
Denn wir sehen hier zwei Uhrmacher-Schilder! Dazu "Spiegel", "Goldleisten" und "Gardinenstangen". Scheint also eine Strasse speziell mit Kunsthandwerks-,
Dekorations- und Kleinhandwerksgeschäften zu sein. Bild im Original sw, digital - nach bestem Wissen und Gewissen - nachcoloriert.

 --> Leserhinweis:  Die abgebildete Straße ("Uhrmachergasse") dürfte die damalige Bahnhofstraße sein, heute Reeder-Bischoff-Str.
(Da sie Teil der Fußgängerzone ist gibt es keine Streetview-Aufnahmen davon).  Ich habe eben mal ein Foto gemacht.

Vielen Dank für die Lokalisierung + Bild! Da hat's ja Ladenlokal-Leerstand... tja, eine Uhr führt man heutzutage ja auch automatisch im Handy mit.

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Nr.508

Nr.508  Bahnhofstrasse mit Marktplatz, Cordes Porzellanmanufactur. button-4k-larger-version
19.4.1917 an Seesoldat E. Roßmannek, W.haven, 11. See Batail. 4. Komp. Ein lieber Freund bedankt sich für mehrere Leute für die Karten.
Hier haben ziemlich sicher bauliche Veränderungen im Vergleich zum Bild oben stattgefunden,es sei denn, der Blick täuscht.
Die Häuser links sind hier grösser, auch der etwas grössere Baum spricht für Zeitabstand.

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Nr.577

Nr.577  Schneeballschlacht Kirchenstrasse. ng. button-4k-larger-version
Schulkinder, die Schneebälle werfen. :) 
Kinder, die nach der Schule, vielleicht aus Frust über diese, sich abreagieren. Natürlich sind so einfache Schneebälle nur Mädchenkram! Das ist nur was für Weicheier und
Warmduscher! Total schwul! Ein richtiger Junge backt die Schneebälle durch Drücken so fest, dass es harte Eisbälle werden. Oder er backt etwas grössere Steine mit ein,
dann haben die Schneebälle mehr Durchschlagskraft. Oder er nimmt gleich Handgranaten statt Schneebälle! Ja, das Handgranaten-Wurfspiel war Ende der 10er Jahre des
letzten Jahrhunderts besonders im Gebiet an der Somme sehr verbreitet sowie Anfang der 40er Jahre z.B. in den Ardennen und war sogar noch in weit östlichen Gebieten
wie z.B. in Russland bei Stalingrad zu finden.
Heutzutage erfreut sich das Handgranaten-Wurfspiel und Abwandlungen davon (Benzinflaschenwurf) noch in einigen orientalisch oder ganz links geprägten Kulturkreisen
sowie es auch hin und wieder in den Fanblocks von Fussballarenen zu finden ist.

Jetzt wird so manch geneigter Leser fragen: Ist das nicht geschmacklos, sowas im Kontext zu schreiben?

--> Natürlich ist es geschmacklos, aber das heißt ja nicht, dass man es nicht machen sollte. Noch geschmackloser ist Alexander Gaulands
     Forderung, stolz auf die Leistungen der deutschen Weltkriegssoldaten zu sein.  Zitat Martin Sonneborn.

Aber vor allem sollte man natürlich nicht auf die eigenen Leute schiessen! Eine Gesellschaft, die letztlich sogar auf die eigenen Leute schiesst, ein Staat, der die eigenen
Leute diffamiert, ist, bzw. wird kulturell zerfallen! Solch eine Gesellschaft wird dann nach aussen hin völlig wehrlos sein, solch eine Gesellschaft ist quasi zivilisatorisch
komplett am Ende! Daher: Egal ob Grüne und Linke oder AfD und Pegida -> all das sind unsere eigenen Leute! Wir sollten zusammenhalten, denn wir werden uns noch
brauchen. Wenn wir jetzt anfangen, uns aus Frust gegenseitig massive Grabenkämpfe zu liefern, haben wir als Gesellschaft schon verloren und unsere Zukunft ersteinmal
gründlich "verspielt". Denn mit dem Verlust ziviler Glaubwürdigkeit geht auch der Verlust staatlicher Wehrhaftigkeit einher.

 Zitat Reinhard Mey - Das Narrenschiff:

 --> Sie rüsten gegen den Feind, doch der Feind ist längst hier, er hat die Hand an deiner Gurgel, er steht hinter dir,
      im Schutz der Paragraphen mischt er die gezinkten Karten. Jeder kann es sehen, aber alle sehen weg
      und der Dunkelmann kommt aus seinem Versteck und dealt unter aller Augen vor dem Kindergarten.

Und somit erscheint das Bild von der Schneeballschlacht nun gar nicht mehr so romantisch, lieblich und idyllisch, wie es sich auf den ersten Blick vermeintlich darstellt,
sondern es tun einem die Leute auf der anderen Strassenseite leid, denn was haben sie getan, so offensiv beworfen zu werden? Ok, sicher waren damals auch ein paar
extrem streng-perverse Lehrer, Pfarrer, Haus- und Schlachtermeister, Offiziere, verklemmte Kinderheim-Nonnen u.ä. altbackendes "Erziehungspersonal" unterwegs, die
es ggf. nicht besser verdient hatten, mal wenigstens einen Schneeball abzubekommen, aber dennoch: Wir sehen hier im Prinzip, was es bedeutet, wenn sich die
Aggressionen eines grossen Überhangs perspektivloser junger Männer Bahn brechen! Sicher, es wurde die Jugend in den Weltkriegen zunächst durch ältere Generationen
instrumentalisiert, verpflichtet und verheizt, aber es waren eben auch jene jungen Männer selber, die, man kann durchaus sagen, sich mehrheitlich und mit Inbrunst den
aggressiv aufgeladenen Ideologien samt Angriffskrieg bereitwillig anschlossen. Und die Frauen wiederum schlossen sich diesen Männern an und unterstützten das
Patriarchat der kollektiv agierenden Angriffskämpfer, unterstützen das Heer der verblendeten Ideologen anstatt den isolierten Zweifler und "Einzelkämpfer".

Der geneigte Leser mag immer noch sagen: "Ach was! Dieses Motiv von vor 1914 ist doch nun wirklich harmlos naiv!"
Eben. Naiv wirkt die Szene nur auf den Betrachter. Ist sie aber nicht. Der Verlauf der Zeitgeschichte ab 1914 hat es mehr als deutlich bewiesen, dass sich auch kleine
Anzeichen eher verstärken und später massiv eskalieren, als dass diese kleinen Anzeichen lediglich Einzelfall-Dinge wären, die es immer schon gab und immer geben wird.
Die Kinder bauen hier ja nicht produktiv einen Schneemann oder rodeln juchzend, was ja auch dargestellt sein könnte, wenn es denn um die Darstellung einer idyllischen
oder ausgelassen-fröhlichen Winterszene gehen sollte. Und nicht nur die Schneeballwerfer, auch der Hundeschlittenfahrer hinten in der Allee mit seiner Peitsche
sowie der unbeteiligt gaffende Eckensteher offenbaren die Mentalität jener Zeit.

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Nr.684

Nr.684  Poststrasse als Rodelbahn.
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Hier zum Ausgleich zur obigen Nr. 577 dann nun doch einmal ein friedliches Bild des vergnüglichen Rodelns. :D
Karte nicht gelaufen, aber handschriftlich datiert mit: "Winter 1911/12".

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Nr.651

Nr.651  Grünstrasse, Feuerwehrtrupp. button-4k-larger-version
3.8.1905 an Frau Anna Hespe, Norderney, Bäkerstrasse No.8. (gemeint ist wohl die Bäckerstrasse).
Ein Feuerwehrtrupp ist unterwegs! Da Zeit ist für ein Foto, ist es kein allzu dringender Einsatz. Vielleicht wollen sie zur 16-Uhr-Vorführung ihres Spritzwagens auf dem Festplatz,
wo auch Bierzelt, Jazzbühne, Hüpfburg, Torwandschiessen und Schminkbude aufgebaut sind. Oder sie treffen sich zu einer Demonstration, um politisch ihren Rechten und
Forderungen mal öffentlichen Nachdruck zu verleihen. Dann skandieren sie im Chor das alte Lied: "Ich bin ein Feuer-, Feuer-, Feuerwehrmann.... ich komme dich zu retten!!!"
Und sie hissen dabei Transparente und Plakate, auf denen der Wunsch nach mehr finanzieller Zuwendung mit den diplomatischen Worten formuliert ist: "Wer Lebensretter quält,
wird abgewählt!"
Wir kennen den Grund des Aufmarsches hier nicht, aber ein schönes Foto ist es geworden, so im Beisein der Uhr! War bestimmt ein gern abgemachter Treffpunkt damals:
"An der Uhr, um soundso viel". Eine Treff-Verabredung zu einer bestimmten Zeit am Ort einer Uhr ist ja umso praktischer, da man ja gleich sehen kann, wie spät es denn
nun genau ist. :).
Links haben wir das Geschäft "Zum billigen Waarenhause". Na klar! Ein Billigheimer! Hauptsache immer billig, billig, billig! Und was ist mit der Umwelt!? Die Umwelt wird doch
durch "billig" nicht besser! Eben. Wer immer nur "billig" will, zahlt am Ende doppelt! Dass hier "Waarenhause" mit Doppel-A geschrieben steht, leuchtet ein, denn schliesslich
schreibt man ja auch z.B. "Waage", "Aal", "Otto Waalkes", "Waalfisch", "Saal", "Vaariation", "Paar", "Waalplaakaat", Haar", "Waarheit", "Waansinn", "Staat", Aas, Aaschaffenburg,
Aachen. Eben. Alles ganz einfach zu merken und genau wie die Aussprache zu benutzen. :) Heutzutage ist das aber ohnehin alles gar nicht mehr so wichtig mit den
Schreibweisen, denn Kinder lernen heutzutage, so zu schreiben, wie sie selbst möchten! :) Das ist ein grosser Fortschritt in Sachen Freiheit und individueller Selbstentfaltung
der modernen Zivilisation! :) Ökonomsich ist es ebenso, weil diese ganze frühere, penible Zwanghaftigkeit wegfällt und sich die künftigen Generationen somit fiel schnella
auf' ' ' 's feesenliche gonzentriirn können... (z.B. auf ihren Einsatz bei der Feuerwehr).
Die Grünstrasse findet sich heute nicht mehr in maps, diese Szene liegt aber ziemlich sicher im Innenstadtbereich, vielleicht findet sich der genaue Aufnahmeort zufällig später
noch mal. Hmm... ist sonst noch was auf dem Bild? Nee, das war's für heut'.

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Nr.602

Nr.602   Originaltitel: "Vegesack, Grohn". button-4k-larger-version
Da ich die genaue Strassenecke bisher nicht ausfindig machen konnte, nenne ich dieses Motiv ersteinmal: "Grohn, am Fleet mit Brücke und Villa".
Am 2.2.1910 von einer Minna an Frl. Adele Hennekens, Kirchen, Rheinpreßen, a/Sieg.
Die Person scheint, dem ersten Eindruck nach, eine erwachsene Frau zu sein, ist aber nicht mit letzter Gewissheit zu sagen / zu erkennen, denn für eine Frau wäre es ein
relativ originelles Portrait für 1910. Eine solch legere Sitzpose taucht erst typisch auf Fotos der 20er bis 60er Jahre auf und setzt eben Mini-, bzw. Hosenmode voraus.
Mit den langen Kleidern von 1910 wäre/ist diese Pose ja eher unvorteilhaft. Auch ist das Gepäck anbei nicht richtig zu deuten, was das eigentlich sein soll. Eine offene Tasche
mag man noch erkennen, aber was da noch an der linken Schulter (immer aus Patientensicht / aus Sicht der betreffenden Person) lehnt? Eine quadratische Platte sticht dort
hervor. Ein Sockel? Ein Buch? Die rechte Hand hält irgendwas unten Flaches, S-Förmiges. Ist das ein Hut mit Krempe oder ein Hund, der aus einem Tornister guckt und mit
einem Buch und Wolldecke im Zaum gehalten wird? Also ich kann das beim beisten Willen nicht interpretieren. Am ehesten sind es Tornister, Hut in der rechten Hand und ein
Buch in der linken Hand. Aber das ganze Gedöns hätte man doch besser vor der Aufnahme etwas beiseite legen können...? Immerhin besteht ja so noch die Gefahr, dass
davon was ins Wasser fällt...

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Nr.605

Nr.605  Fähr-Lobbendorf, Langestrasse. button-4k-larger-version
Mit Zug Nr.417 in Bremen-Farge am 12.6.1906 an Frl. H. Arfmann, Burgdamm, Poststr. 150.
Kartentext:  Freundliche Grüße von hier sendet  Labuch.
Weder die Langestrasse noch die Poststrasse kann ich in maps finden, sind wohl beide umbenannt worden. .

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Nr.634

Nr.634  Lobbendorf, Lindenstrasse. ng. button-4k-larger-version
Nach neuesten Erkenntnissen ist/war die Langestrasse zugleich die Lindenstrasse, denn das Bild unten ist betitelt mit "Langestrasse".
Die beiden Burschen sind sicher erschöpft vom Austragen der Zeitungen auf all diesen langen Strassen und Wegen.

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Nr.673

Nr.673  Lobbendorf, Langestrasse. button-4k-larger-version
Hier also dieselbe Strasse mit Namen / Bildtitel "Langestrasse", statt "Lindenstrasse".
Datum schwer zu erkennen, wohl nach 1910. An Herrn Aug. Schütte, Schneiderin, Rinteln, Bäckerstrasse N.27.
Rinteln mit heute noch gut zu erkennender mittelalterlicher, sternförmiger Wallanlagen-Festungsmauer-Struktur.

    Liebe Eltern, Euren Brief erhalten. Und daraus erfahren, daß ihr noch alle gesund seid. Liebe Eltern schickt mir nur Strumpfbänder mit.
    Für Fritz 200 Cigarren, für mich 100 oder 200 Cig. Viele Grüße von euren Lieben...

Ich denke mal, die Eltern werden sicherlich gleich einen 500er Pack Cigarren zum Aufteilen mitgesendet haben... ;)

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Nr.675

Nr.675  Lobbendorf, Lindenstrasse, Apotheke. ng. button-4k-larger-version
Dass es sich hier rechts um die Apotheke handelt, erkennt man noch an den Relief-Buchstaben über den drei Fenstern. Ob das wohl heute noch so existiert?.
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Nr.685

Nr.685   Fähr, Chaussee, Schlagbaum. ng. button-4k-larger-version
Eine innerdeutsche Grenze. Damals wie heute. Tja, wer hätte das vor Kurzem noch gedacht, dass die innerdeutschen Landesgrenzen nun endlich nicht mehr so grundlos
passierbar sein werden. Dass man nicht mehr einfach so, nur so aus purer Langeweile heraus, mal nach Schleswig-Holstein oder nach Mecklenburg-Vorpommern einreisen darf.
Diese wabernde permanente Gefahr, diese Umweltschädlichkeit des unkontrollierten Inlandreisens ist nun endlich gebannt! Das wäre noch im Jahr 2019 ein Traum gewesen!
Tja, wer hätte das gedacht...
Und kommt man dann an so eine Zollgrenze, läuft das dann etwa so ab (ab 21:10 min) Da muss man dann ebend mal ein bisschen kooperativ sein und sollte keine unnötigen
Grundsatzdiskussionen anfangen, der Beamte macht ja auch nur seine Arbeit, und die gründliche Zollkontrolle schadet ja auch gar nichts, weil es ja alles der eigenen
Sicherheit dient. Kontrolle schadet nicht, im Gegenteil: Sie nützt unserer ganzen Gesellschaft!

Und vielleicht kann man bald zur Sicherheit das eigene Wohnungsumfeld nur noch über 250m hinaus verlassen (Frankreich macht's derzeit ja schon vor), wenn man eine
genetische Unbedenklichkeitsbescheinigung dem schwarzvollbärtigen, breitbeinig-geölten Undercutfrisur-Aufpasser-Türsteher unten am Haus vorlegt. Sich ausweisen zu
müssen, um auf einen Spielplatz mit Kindern zu gehen, ist ja schon in allgemeiner Diskussion. Das wird dann ja auch viel sicherer für die Kinder, für den Spielplatz und
einen selbst. Und Tracking ist ganz wichtig! Für jede Person und jeden Gegenstand muss fest eingebautes Tracking unbedingt eingeführt werden! Denn heutige
Supercomputer können dann sämtliche Bewegungsmuster per Weltraumsatellit von alles und jedem speichern und nix an Sachen geht mehr verloren oder kann abhanden
kommen. Alles ist dann jederzeit wiederauffindbar. Vor allem Produktwerbung kann viel zielgerichteter eingesetzt werden, wenn man weiss, wer sich wo, wann, wie, mit
wem und warum und im Umfeld von welchen Gegenständen befindet. Je genauer man das weiss, desto zielgerichteter kann die Werbung diesbezüglich einem jeden
Volksgenossen aufgepoppt und angepasst werden. Also das ist doch mal echter Fortschritt, das ist doch toll!
Ich frage mich heutzutage nur: Wie haben die Menschen das bloss früher alles mehr als 110 Jahre pro Person überlebt?
Und warum eigentlich hat man innerstädtische Schlagbäume zwischenzeitlich genauso rigeros abgeschafft wie die guten Strassenbahnen? Warum fährt China heute nicht
mehr umweltfreundlich Fahrrad? Warum eigentlich haben sich auf der Welt der gute Sozialismus und die guten Holzwindmühlen nicht durchgesetzt? Aber Fehler kann man ja
korrigieren. Wir sind da gesellschaftspolitisch nun endlich auf dem bekanntlich einzig richtigen, zukunftsweisenden Weg - auf dem Weg zu mehr regional-solidarischer Sicherheit.

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