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Cafés und Restaurants

Hillmanns Hotel

Badeanstalt

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Cafés und Restaurants


     Café Central


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Nr.180
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Nr.180  Café Central.  button-4k-larger-version
   "Werter Herr Schönheimer! Sitze mit meiner Freundin 1 kl. Stündchen im C. Central. Hatte heute Nachmittag frei, ein netter Tag war heut.
   Wenn ich morgen Zeit habe, schreibe ich einen Brief, einstweilen vielen Dank für Ihren lb. Brief. Haben Sie meine Karten erhalten?
   Hoffentlich trifft sich doch bald einmal Gelegenheit zusammen zu treffen. Herzl. Grüsse Erna Buchholz.


Fragt sich nur, wen oder was die beiden zusammen treffen wollten? Den Feind? Oder spielten sie gar gerne Dosenwerfen? Denn mit dem Herrn Schönheimer (ein Vizefeldwebel zudem)
zusammentreffen, wollte Erna B. ja definitiv nicht... tja. Andererseits schreibt sie in Rätseln, denn direkt unter "zusammen" und "zu" ergänzte sie noch "II. Webekin" und ".I Regina".
Was auch immer das bedeuten mag, das wusste wohl nur Erna selbst, aber es könnte heissen: "...bald einmal Gelegenheit zusammen Regina Webekin zu treffen." Dann ergibt es
zumindest viel mehr Sinn.
Vielleicht war es gar eine versteckte Mitteilung für eine Operation aus dem Untergrund heraus? Man weiss es nicht, man weiss es nicht...
Um das Rästel zu lösen, bräuchte man zumindest jenen Brief, den Erna erst noch morgen schreiben wollte, falls sie ihn denn je geschrieben hat...
Erna hat aber immerhin, was seinerzeit relativ selten vorkam, einen Absender raufgeschrieben. Sie weilte oder wähnte sich in der Mindener Str.45 in Bremen und schickte diese Karte an
Willi S. nach Ahlhorn bei Oldenburg ins - ja - Kriegsgefangenlager am 16.9.1917. Zumindest der Absender garantierte daher eher keine allzu grosse Anonymität einer möglicherweise
geplanten Aktion eines Komplotts...
Naja, ok... aber hier im C.C. hat man sicher schon so einiges aus Langeweile ausgeheckt! :) Wo genau in welcher Strasse es lag, konnte ich bisher nicht in Erfahrung bringen, ich hoffe,
auch das klärt sich noch auf. -> Ja die Strasse, in der es lag, hat sich aufgekärt! Vielen Dank an Emilie! (siehe unten).

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Nr.431

Nr.431   Saal mit Kronleuchter. Theke links. An Fräulein Grete Wiemken in Kiel, Esmarchstrasse 18. button-4k-larger-version
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Nr.400

Nr.400   Korbstühle im Café Central. button-4k-larger-version
"Viele grusse aus Café Central sendet dein Freundin Emilie. Das gevält mich hier tadelos. jeden tag is Comsert.
30 M krich ich wir sind hier mit 8 meedjens jeder hab sein arbeit. leichter arbeit. wenn du zeit hast komst du nach Bremen in Café Central ich bin in de kuche du kanst mich dan seen.
Wir kannen de leute sehen auch Capelle. Von 1/2 5 bis 8 von 1/2 9 bis 1/2 12 de kuche is mit im Saal. Mein bilder kanst du dieser tage bekommen auch dein Freundins sag ihr das man.
wie geet es dir noch und dein Freundins Lina und Lina Hellmann schreib ga nicht.  Wie komst das?    Es gruss Emilie    mein adresse is   Café Central  Schusselkorp".
An  Fraulein Luise Laue  pa/d Frau Bösch   Oyle  kreis Nienburg.   3.7.1917.


Emilies Schreibweise klingt nach Holländerin oder Engländerin. Es ist selten, dass jemand seinen Arbeitsalltag auf einer Karte beschreibt. Das wirkt so gegenwärtig, da würde ich mich
gleich morgen aufmachen wollen, um Emilie im Central zu besuchen, aber es würde mir wohl  ergehen wie jenem alten Mann aus dem 80er-Jahre-Film "Himmel über Berlin", der auf der
Brache des Potsdamer Platzes - sozusagen direkt im Todesstreifen - das Café Josty sucht...

Aber Emilie hat uns, bzw. Luise tatsächlich nocheinmal geschrieben! :)  Und zwar am 8.8.1917, also einen Monat später als oben.
Leider hat sie wieder exakt dasselbe Kartenmotiv genommen (die lagen wohl für die Mitarbeiter frei aus) - aber lesen wir mal, was sie schreibt:

Liebe Luise. Vielmaals danke vur dein karte. Freue mich seer. ich hab dir lang nicht geschrieben. Ich schikke dir ein karte von Café Central.
Das in Korpladen nächtes maal schikke de andere seite es von. drei abteilungen sind es. Wenn du zeit hast kanst du mal mich besuchen. hier is seer sjeun.
Ich hab mein bruder mein bild geschikt, aber er had es nicht erhalten, brief hab ich auch geschrieben das hab ich zusammen getan wal de brief gekricht komisch nich?
de brief war offen das most er. Es gruss dein Freundin Emilie. Nächste mal meer.


Naja, da wird sich damals wohl ein Bildersammler gesagt haben: "Hey - free pics!!" Aber solcherlei hintergründige - eher vordergründige - Motivationen waren jener Zeit wohl noch
unvorstellbar. Warum der Brief offen sein musste (wenn ich das so richtig lese / interpretiere), verstehe ich zwar nicht (vielleicht war das ein Feldbrief und der musste vielleicht offen
sein?), aber was man jedenfalls am Schreib- und Fehlerstil des letzten Absatzes auf der Karte und in der Handschrift erkennt, ist, dass bei Emilie da die Emotionen und die Irritation
wieder etwas hochkamen, dass das Foto verloren ging (nachträglich eingefügtes Wort, Nervosität bei zuendegehendem freien Platz des Schriftfeldes, im Ganzen wird die Aussage
am Schluss eher unverständlich). Das lässt sich erkennen.

Tja, ich glaube, weitere Nachrichten werden wir wohl nicht mehr von Emilie erhalten. Immerhin doll, dass ich diese zweite Karte von ihr noch entdeckt habe.
Das macht halt den Unterschied, wenn man im Web auch die Rückseite der zum Verkauf angebotenen Karte sehen kann, dann lassen sich auch hier die inhaltlichen Zusammenhänge
der Schreiber und Texte erkennen, nicht nur bezüglich der Motive. Zumindest wissen wir jetzt aus erster Hand, dass das Café Central drei Abteilungen / Bereiche hatte.



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Café Kaiser Friedrich

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Nr.522.
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Nr.522   Café Kaiser Friedrich, Herdentorsteinweg 13/14. Inh. Ed. Möhlenpah.
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22.11.1914 an Frl Henny Bähr / H. Wilken, Bäckerei, Lindenhofstrasse 44, Hier.  Das ist heute hier.
Ich meine, wenn ich aus einem Bremer Innenstadtcafé heraus einem Bäckerei-Mädchen in Gröpelingen Ansichtskartengrüsse gesendet hätte, dann hätte mir die beim nächsten
Wiedersehen ganz kräftig Einen übergebraten...! Aber hier haben wir ja auch 1914 und nicht 1994 und hier haben ja auch mehrere Leute Grüsse bestellen lassen.... ja, dann ist
sowas seitens der Mädels wahrscheinlich grad' noch erlaubt. Sieht jedenfalls nach Clubraum, Salon, Lounge, Nebenraum aus, denn das Café Kaiser-Friedrich ist auf anderen Bildern
anders und dichter bestuhlt. Zwar war es sicherlich nicht ganz so gross wie das Café Central, aber durchaus etwas grösser, als nur diese Ecke (Eingang siehe Rubrik "Am Bahnhof",
Nr. 491). Beachtenswert das "Eis" unter dem Bildnis der Statue rechts. Da konnte man sich wohl frisches Eis holen.

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Nr.647

Nr.647  Grosser Saal im "Kaiser Friedrich". ng.  button-4k-larger-version
Das Bild ist insich verzogen, wahrscheinlich wollte man unbedingt die Borte oben parallel zum Bildrand haben, sodass man in Kauf nahm,
dass dafür der Horizont der Zwischendecke schiefhängt. Das aber jetzt wieder zu korrigieren und optisch zu optimieren ist zu viel Aufwand,
zumal dann beim Drehen sehr viel Rand weggeschnitten werden müsste.

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      Weitere Cafés und Restaurants

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Nr.734

Nr.734   Café Knigge. Sögestrasse 42/44.  Am 10.2.1940 nach Garmisch-Partenkirchen, Pension Astoria.   Das Motiv sicherlich noch aus den 30er Jahren.   button-4k-larger-version
Mit dem Knigge verbinde ich die Erinnerung, wie wir dort im Sommer 1991 zu dritt den Kauf meines allerersten eigenen Autos gefeiert haben. Ein Käfer. Für 350 Mark. Von Suse.
Oder er war von einem Bekannten von Suse und sie hatte das vermittelt. Oder Suse hatte mir bei jenem Kaffee+Kuchen den Käfer überhaupt erst feierlich angeboten... weiss ich
schon gar mehr so genau. Jedenfalls in Delmenhorst. Wir bald zu dritt (Suse + Freundin + ich) nach Delmenhorst runter. Ich fuhr mit dem Käfer eine Strassenecke weiter, dann
war - sicherheitshalber und technisch bedingt - Fahrtende.
Mein Vater schleppte mich dann tags darauf die B75 runter bis nach Findorff, dort baute ich das Radio aus und vor unserem Geschäft fand sich bald ein Käfer-Freund, der mir
auf das "zu verkaufen!"-Schild am Wagen 300 zahlte. Ich wollte dann noch das Radio loswerden, aber der Autoradiohändler kaufte - sicherheitshalber - keine ausgebauten
Radios von jungen Typen und ebay gab's ja noch nicht, also ging ein paar Tage später meine Mutter nochmal hin mit dem Teil und bekam 100 Mark.
So hatte ich 50 Mark verdient! :) Ich wurde aber trotz dieser positiven Erfahrung mit kurzfristig fast 15% Rendite in dieser Anlageform dennoch kein Autohändler.
Mehr oder weniger kurz darauf hatte ich dann doch noch einen Käfer, Baujahr 1965, der kam vom Auto-Markt, welcher immer auf der Bürgerweide stattfand, parallel zum dortigen
Flohmarkt (oder auch extra mal - weiss ich auch nicht mehr genau, wie das da war). Jener Käfer hielt aber leider auch nicht soo lange, er wurde ein Opfer der Landstrasse, nach
einer Begegnung mit einem BMW... tja... glücklicherweise nur der Papp-Käfer (mit noch 6Volt-Batterie), am BMW war so gut wie nix dran.
Heutzutage fahren junge Leute nun wirklich keinen 60er-Jahre-Käfer mehr als Erstwagen, auch für junge Frauen ist ein 60er/80er-Jahre-Käfer nicht mehr das Schicki-Micki-Traumauto
schlechthin... heute kleben sich junge Frauen auf der Einfahrt zur Schnellstrasse auf dem Asphalt fest -> es ist ja auch die letzte Generation, nach denen kommt dann ja keiner mehr,
dann ist nur noch menschenleerer Planet überall! Na ja gut, nicht alle kleben sich fest, das kann man nicht verallgemeinern. Ein paar wenige Leute fahren auch noch drumrum.
Das Café Knigge gibt's jedenfalls heute noch zum allgemein was drin Abfeiern! ^^



Nr.191.
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Nr.191   Söllners gute Stuben, Knochenhauerstrasse 12. Mitte 20er Jahre.     button-4k-larger-version
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Nr.231
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Nr.231   Bierstube und Café, Pappelstrasse 94.  An Frl. Alma am 7.8.1923 innerhalb Bremens. button-4k-larger-version
Diese Karte ist mit 5x 40 Mark = 200 Mark Porto frankiert. Das ist sehr günstig, wie ich meine, denn billiger wurde es seinerzeit ja erstmal nicht.
Ok, der Wert des Geldes ist natürlich immer relativ zu sehen.


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Nr.396
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Nr.396  Conditorei und Café August Türck, am Wall 164. 17.8.1914, An Herrn Glahr, Sebaldsbrück. Ein Bild von Louis Koch. button-4k-larger-version
Da hat sich ein Colorist wieder viel Mühe gemacht, das Lokal schön zu präsentieren! Da möchte ich mal 'ne Zeitreise hin machen und mich ins Café setzen mit so einem neuen
4K-Smartphone wie es bereits 2015 auf der IFA präsentiert wurde -> gestochen scharfe Videos! Jo mei, da würden die aber ganz schön staunen dort über so ein Smartphone -
und der Colorist von Louis Koch würde frustriert seine Buntstifte in die Ecke feuern... Natürlich würde ich auch wieder zurück wollen nach der Zeitreise. Dableiben wäre dann doch
'n bisschen öde, gerade weil man ja weiss, was geschichtlich alles so passieren wird, da läge doch null Spannung drin auf Dauer, finde ich.

Die Wallnummer 164 ist auch heute noch eine Gastronomie-Adresse (Lemon-Lounge), dort wo die psychedelische 70er-Jahre Schmetterlingsfigur über der Tür hängt.
Die Figur hängt da schon so lange ich denken kann, also dem Look nach wohl seit den 70ern. Dort war damals in den 80ern bis so um 2000 immer mein geliebtes "Wall-Café" drin.
Also keine Lounge, sondern ein Café mehr so im Caféhausstil halt. Im ersten Stock oben, die Treppe in der Mitte hoch. Das war dann so ziemlich exakt im Sommer 1999 raus,
meine ich. Oder ist dort oben immer noch - oder heute wieder - ein Café drin? Gehört die "Bel-Etage" mit zur Lemon-Lounge? (Scheint wohl so, sieht von aussen auf den Fotos
so aus). Seinerzeit jedenfalls war das eigentlich so gut wie das einzige Café für Intellektuelle in Bremen überhaupt! Denn andere, nicht-omahafte Café-Locations entstanden erst
so ab Ende der 90er. Im Wallcafé konnte man am Fenster sitzen, auf die Wallanlagen blicken und dabei auch Schach spielen (mit einer zweiten Person - nicht auf dem Smartphone).


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Nr.377
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Nr.377  Theater-Restaurant. Sehr wahrscheinlich des Stadttheaters am Wall.  Feldpost ans 9. Armeekorps am 15.12.1915. button-4k-larger-version
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Nr.719
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Nr.719   Würstchenbüffet der Flora. Feldpost nach Blumenthal. 3.11.1915. button-4k-larger-version
Vorderseitig bedruckt mit:  Ansicht vom berühmten ff. Delikatess-Würstchen-Büffet. Verkäufer: Rob Sprenger. Letztjähriger Umsatz: 80.000 Paar.
Rückseitig bedruckt mit:  Gruss vom Vergnügungspark "Flora", Bremen. Besitzer: H. Keese. Grösstes Tanzlokal Bremen.
Überlege gerade, ob das ein Vorfahr des Berliner Tanzlokals "Café Keese" ist...? Liegt ja irgendwie nahe. Sowas ist ja meist alles dieselbe Dynastie.
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  Hillmanns Hotel


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Nr.363

Nr.728  Halle des Hillmanns.   1910 an Frl. Erna Krueckeberg, Wallensen, Kr. Hameln. button-4k-larger-version


Nr.363.
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Nr.363  Veranda mit Blick auf die Wallanlagen. ng. button-4k-larger-version
Klar, das war im Ganzen damals schon Ausdruck so 'ner Art Feudalherrschaft! Heute hat sich an dieser Stelle sehr wahrscheinlich ein besser gesellschaftstaugliches Schuhgeschäft,
ein Nagel- oder Tatoostudio, ein Döner oder ein Handy-Laden eingenistet. Wir leben ja heute im Zeitalter und in der Gesellschaftsform des Konsums! Wenn man möchte, kann man
heute also zwischen x-tausend verschiedenen paar Schuhen oder hunderten von Handy-Cases wählen, deren Auswahl in der Gesamtheit natürlich auch noch alle halbe Jahr komplett
wechselt! Man kann sich in der Innenstadt.ebenso all paar Meter mit Fressalien von "Fastfood to go" über "kulinarisch" bis "ganz edel mit Kellner" vollstopfen lassen.
Etwas ausserhalb der Stadt.kann man dann auch.noch schnell für ca. 39 € in die Dominikanische Republik fliegen...  = schön das freut!! **freu**!

Aber wenn man z.B. mal zum Arzt muss, gar zur Notaufnahme, wenn man also medizinische Versorgung in Anspruch nehmen will, bzw. muss,  und sei es nur eine einfache Augenklinik,
dann kommt man sich nicht nur vor wie ein kaputter Sozialfall-Bittsteller auf dem Amt (ok, man ist ja auch ein Bittsteller, aber eigentlich nicht auf dem Amt), man sitzt - und steht (!) - dann
dichtgedrängt stunden- und nochmal stundenang mit reichlich und ebenso kranken Leuten dicht gedrängt im Souterrain-Gang in einer Art Atombunker, der sich wohl nur zur zivilen
Ablenkung "Klinik" nennt. Dann versucht man angestrengt diese Art "Volksempfänger-Lautsprecher" über der Tür im Ohr zu behalten, aus der nach ca. 3-4 Stunden der eigene Name und
die Raumnummer quäkt, bzw. gequäkt haben könnte. Oder aber, der ist gar nicht in Betrieb und irgendein mäuschenhaftes Klinikpersonal, das kein "ü" aussprechen kann (wie haben die
bloss ihre Klinikzulassung geschafft?) versucht, einen vom anderen Ende des. Bunkers aus anzusprechen, was akustisch nicht ganz leicht fällt, es inmitten des schreienden Babys und
dem Schlagbohrer herauszuhören...

Aber eine Aufruf-App fürs Handy (wo man sich grad 'n Case für gekauft hat) oder einen Podcast in die Hand an der Rezeption.zu kriegen, oder irgendeine andere Aufruf-Technologie,
wie z.B. ein besserer Lautsprecher oder gar ein Bildschirm mit der Möglichkeit, den Namen oder eine Nummer zum Patienten einzublenden, wäre natürlich völlig übertriebene und wäre
natürlich nur eine unpersönlich-kalte Sciene-Fiction-Apparatetechnik! (Wir sind ja schliesslich keine Technokraten und keine Roboter, sondern wir sind ja unter Menschen!) Ausserdem
würde das alles wieder Geld kosten!! Was wollen wir denn noch...?? Es wird eh schon alles bezahlt... das müsste ja alles noch zusätzlich erarbeitet werden... und wir alle im Lande sind
ja alle schon so voll beschäftigt! Wir leben ja schliesslich schon in der besten aller Welten...!

Im Krankenhaus selbst liegt man mit mindestens zwei weiteren Leuten (meist mit Alt-Nazis oder Neu-Islamisten) zusammen in einem Zimmer, muss sich ein Klo teilen, es ist entweder
zu heiss oder zu zugig im Zimmer, es gibt zwar einen Fernseher aber keine Kopfhörer für alle (eigene Laptops sind verboten) und man wartet, wartet, wartet, bis der Oberarzt endlich
mal seine weibliche Gefolgschaft zu präsentieren gedenkt! Der Gesamteindruck von Krankenhäusern - und auch von Schulen (gepriesen sei die Kreidetafel!) - u.ä. Institutionen ist der
von besagten Strahlenschutzbunkern mit energiespar-fahlen, fensterlosen Gängen, ohne assoziierten Hoffnungsschimmer, da je wieder lebend rauszukommen!

Ja selbst diese Einkaufscenter, Grossbahnhöfe und die Flughäfen in den Vorstädten mit ihren ganzen Parkplatz- und Lieferrampen-Anlagen sehen allermeist so architektonsich-eklig aus
wie betrunken hingekotzt. Ja sogar sog. "Familienautos" sehen heutzutage so hässlich-aggressiv aus wie Transformer-Monster im arabischen Wüstenkrieg!
Aber wie eingangs erwähnt: Unsere gesellschaftliche Prämisse und Priorität ist eben nicht die medizinische Versorgung, ist nicht die Bildung, schon gar nicht die Ästhetik von
Architektur oder infrastruktureller Mobilität, ja nicht einmal eine hohe Lebensqualität im allgemeinen Sinne ist unser Ziel, sondern unsere Gesellschaftsform mit grösstem, gemeinsamen
Zielnenner basiert auf dem Kaufen von Schuhen und Aftershaves, auf dem Konsumieren von Kinofilm-Stoffpuppenfiguren, Neopren-Sportzeugs, Fanware, Espressomaschinen, Pommes,
Eis, Pizzen und Dönern, basiert auf dem gemeinsamen Besuch von Sportverantstaltungen, Verkaufsmessen und Volksfest-Events.

Daher der Tip: Liebe Leute, nutzt die diesbezügliche grosse Auswahl - und geht mal wieder ordentlich Klimbim shoppen!!! Oder in einen Freizeitpark zum Karussellfahren, Wurstessen
und Biertrinken! Oder geht zum Fussball ins schöne grundsanierte, durchgesponsorte Fussball-stadion! Alternativ Tennis-, Golfplatz und Yachthafen! Oder Kirche geht auch!! :)).
Diesbezüglich sind wir richtig gut aufgestellt!! Alles Andere ist ja auch nicht so wichtig...
Denn Medizin, Bildung und aufgeräumt-saubere, hübsche Ästhetik (es sei denn, letztere dient dem unmittelbaren Verkauf) sind ja bloss sozialitisch-kommunistisch-nationalitischer,
vor allem arrogant-feudalistischer Schnickschnack.

Und solche Räume wie hier oben abgebildet, findet man hierzulande höchstens noch in Luxushotels für Milliardäre (eben genau wie damals). Diesen Lebensstil nennen die anderen,
die sich das nicht leisten können, dann "Dekadenz". Solange, bis das Hotel Insolvenz anmeldet und es von einem arabischen, russischen oder chinesischen Investor übernommen wird.
Oder es wird halt abgerissen und es kommt dann 'n Würfelhustenfassaden-Shopping-Center hin. Zum viele Schuhe drin kaufen. :) Bis man dann nur noch im Internet kauft.

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:
Nr.390
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Nr.390  Speisesaal. 11.11.1908 nach Schottland. button-4k-larger-version
Hier auf der Karte betitelt mit "Hillmanns Hotel", bei der Veranda jedoch (gleiche Kartenserie und Aufmachung): "Hillmann's Hotel". 
Man konnte sich also wohl damal's schon nicht entscheiden, wo, wann und warum man apostrophiert...
Ich merke / sehe, ich habe hier das "Hillmann's" auf den Seiten auch mal mit, mal ohne.

Es ist - vom Grammatikalischen mal ganz abgesehen - schwer zu definieren, warum das Apostroph praktiziert wird. Probiere ich's mal, eine Erklärung dafür zu finden:
Im Namenszug, der plastisch über dem Eingang des Hotels hängt, kann es durchaus gut lauten: "Hillmann's". Weil der Name durch das Apostroph somit dort einen konkreten Betrieb
unter eben jenem Namen ausweist. Würde da nur "Hillmann" stehen, wäre es eher ein überdimensioniertes Klingelschild, das zwar eine Person zum Namen dort wohnhaft oder im
örtlichen Bezug ausweist, aber eben keinen wirtschaftlichen Betrieb kennzeicht, der unter dem Namen läuft und eine Lokalität für Kunden darstellt.

 Wahlweise müsste / kann es also in Bezug zum Hotel richtig lauten:
- "Ich bin im Hillmann abgestiegen."
- "Ich bin im Hillmann's."
- "Ich bin in Hillmanns Hotel."

Hiesse Hillmann namentlich "Hillmanns", müsste der Schriftzug am Hotel dann " Hillmanns' " lauten.

Das Apostroph im Firmenschriftzug hat sich bekanntlich oftmals ganz generell als einschlägiger Teil des Logos etabliert und entstammt  ziemlich sicher dem Englischen.
Ein Firmenname mit Apostroph liegt gefühlt - durch die besitzanzeigende Betonung der vom Kunden zu frequentierenden Geschäftstätigkeit - deutlich mehr im Schickimicki-Bereich,
als ohne Apostroph.

Daher gibt es in Deutschland wohl mehr an "Martin's Imbiss" oder "Kathy's Stricklädchen", als dass sich neue Startups in der Tech-Branche solche Namen mit Apostroph geben
würden. Wobei natürlich "Martin's Imbiss" grammatikalisch falsch ist. Es müsste "Martins Imbiss" heissen. Oder nur "Martin's" oder  "Martin's. Imbiss." (mit Punkten dahinter).

Dennoch bräuchte das Apostroph gar nicht zu sein, denn bei z.B Karstadt ist es ja auch nicht. Oder früher bei Brinkmann und Barlage nicht, u.s.w.

Wir können feststellen: Im Englischen bzw. im angelsächsischen Raum generell, betont man öfter den Besitzstand, als im Deutschen.
Z.B: Christie's, Sotheby's, Macy's, Mac Donald's. Hingegen aber z.B.: Karstadt, Hertie, Horten, Dodenhof, Märklin, Adidas, Trigema (ebenso reine Familiennamen, bzw.
Zusammensetzung aus Vor- und Zunamen). Die deutschen Namen ohne Apostroph wirken hier deutlich bodenständiger und allgemeingültiger, weil sie eben nicht durch
ein Apostroph-S die "Geschäftstätigkeit als Besitzstand" extra betonen.

Das setzt sich erkennbar fort im derzeit bekannten "my-XY". Myhome, mycar, mycity, my-shop, my cart, my-wassweissich. Es wurde dann wieder mal versucht, das Phänomen
einzudeutschen, mit z.B. "Mein Schiff", was dort vielleicht auch noch als Gag durchgehen kann, aber es klingt eben nicht mehr ganz so einschlägig wie "myship". Dann gibt es
auch im deutschen Web Dinge wie "mein Konto", "meine Daten", "mein Einkaufswagen", "meine Freunde", "mein Profil", u.s.w.

Aber mal ehrlich: Wessen Konten, Daten, Einkaufswägen sollen es denn sonst sein, wenn ich ja vorher bereits mein ureigenes Passwort eingegeben habe!?
Muss man mich denn auch nach meinem Passwort noch jedes Mal daran erinnern, dass es meine Daten, meine gekauften Artikel sind? Ehrt mich das? Brauche ich das??
Fühle ich mich dadurch persönlicher angesprochen? Würde ich denn sonst die Seiten - nach Passworteingabe - für das Profil eines Anderen halten? Reicht es nicht, auf die
Buttons zu schreiben: "Persönliche Daten"? Oder wenigstens "IHRE Daten", "IHRE Einkäufe", "DEINE Freunde", "IHR Schiff"? Brauche ich wirklich diese permanente
Selbstbespiegelung mittels "mein" in der Anrede eines Anderen? Also ich brauch's nicht, ich empfinde es eher als Bevormundung, aber ok, es scheint eben ganze Kulturkreise -
besonders in den Werbeabteilungen - zu geben, die sich halt derzeit auf jenem "Bewusstseinsstand" befinden. ;)

Ist also schlicht 'ne kulturelle Eigenart, den Besitzstand der Geschäftstätigkeit im Namen mittels Apostroph-S zu kennzeichnen und zu betonen. Wie es ebenso Teil der
gesamtgesellschaftlichen kulturellen Identität zu sein scheint, sich mit dem Besitzstand von Anderen assoziativ selbst zu identifizieren. Denn jenes Schiff ist ja gar nicht mein Schiff!
Es gehört mir ja gar nicht! Das "my" soll wohl nur verdeutlichen, dass es "wie für mich gemacht" ist. Ähnlich beim Apostroph. Wenn ich zu Hillmann's gehe, dann gehe sozusagen
zu "dem sein Laden". Aber wozu die Betonung, dass es dessen Laden ist? Ich spreche ihm seinen Laden ja gar nicht ab! Wenn ich zu Karstadt gehe, dann gehe ich halt direkt zu ihm,
gehe direkt dahin. Zu Kartstadt eben. Oder wenn ich einen Porsche fahre, dann fahre ich ja nicht Porsche's, denn ich fahre ja nicht "Porsche sein Auto". Oder? Eben.

Das Apostroph im Firmennamen und das "my" klingt für mich im Prinzip weniger individuell, klingt eher noch nach kleinbürgerlicher Gleichmacherei, wenn ich da bloss zu jemandes
Besitzes gehe, oder mir sagen lassen muss, was vermeintlich "wie für mich gemacht ist", als wenn ich direkt zu einem Namensindividuum gehe, oder zwischen Objekten und
Angeboten auswählen kann, die nichts mit "mir" zu tun haben, sondern die ersteinmal ganz allein für sich selbst sprechen. Ich finde das emanzipierter und individueller.
Aber na ja... es gibt natürlich noch ganz andere Probleme auf der Welt, als nur dieses dämliche Apostroph!


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Nr.503

Nr.503  Ballsaal.   27.8.1927 an Herrn u. Frau J. Kathjen, Hafen Str., Lehe, Wesermünde. button-4k-larger-version
Eine Pracht! Leider nur schwarzweiss, in Farbe muss das umso eindrucksvoller ausgesehen haben!
Die Tapeten oder Wandstoffe dann auf alle Fälle zweifarbig, die Wandgemälde knallig bunt, das glänzende Parkett in differenzierten Hellbrauntönen, die Kronleuchter golden-metallisch.
Als dann Anfang der 40er-Jahre, sagen wir, ein paar Luftminen die Saaldecke durchschlugen, war's vorbei mit der Pracht und der komplette Ballsaal ging mit Getöse krachbumm flöten!
Ein eher spätes Alb. Rosenthal Motiv ohne Nummer, dessen Bildunterschrift "Ballsaal - Dancing Room" lautet, hier also schon mit internationaler Sprache versehen wurde, vielleicht weil
viele Karten an die Auswanderer in Amerika gesendet wurden, vielleicht auch, weil das Hillmann's viele internationale Gäste beherbergte und die Karten waren ja Werbematerial, welche
bestimmt preiswert oder sogar umsonst an der Rezeption zu erhalten waren.



Nr.732.

Nr.732   Salon.   ng. button-4k-larger-version


Nr.639

Nr.639  Rauch- und Lesezimmer. 20.10.1909 nach London. button-4k-larger-version

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  Öffentliche Badeanstalt




Nr.196.
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Nr.196   Öffentliche Badeanstalt, Damen-Schwimmhalle. Versendet an Alma, 11.6.1904. button-4k-larger-version
Ist ja 'ne schöne Architektur, da braucht man auch keine Sorge zu haben, dass einem die Mädels zu weit rausschwimmen. ;)
Mit heutigen Freizeitlandschaftsbädern, wie z.B. dem Tropical-Island, natürlich eher nicht zu vergleichen.
"Kommst du mit zum Baden?" "Nee, das geht nich', mein Badeanzug hat 'n Loch im Knie!"



Nr.598
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Nr.598   Öffentliche Badeanstalt, Herren-Schwimmhalle. 28.10.1910 nach Norwegen. button-4k-larger-version
Der Kartentext ist auf Norwegisch. Die Nordlichter lieben ja so Sauna-Kultur.

Die Herren-Schwimmhalle in eckig gehalten, die Damen-Schwimmhalle in rund. "Das Eckige muss ins Runde", oder wie war das?
Entscheidend ist natürlich im Becken! Die Geschlechtertrennung ist jedenfalls in Deutschland heute wieder eine Branche mit Zukunft! Da reicht es nicht, dass sprachlich die Einzahl
männlich und die Mehrzahl weiblich definiert ist (z.B. der Kunde, die Kunden), nein, es muss auch "die Kundin" und "die Kundinnen" heissen.
Weitergehen wird es wohl mit  "Junge / Junginnen" und "Mädchen / Mädchinnen". Ok, warum es nun ganz geschlechtslos "das Mädchen" heissen muss, so wie "das Fräulein",
was nach "das Boot" klingt, erschliesst sich tatsächlich nicht, denn dann müsste es gerechterweise auch "das Jüngelchen" oder "das Männlein" heissen. Aber ob man nun
"die Herrinnen-Schwimmhallinnen" und die "Daminnen-Schwimmhallinnen" sagen muss, das muss jeder ganz herrlich-dämlich für sich selbst entscheiden.
Also mich macht das ganz konfus! Ich bleib da lieber beim alten, durchaus fairen Sprachgebrauch: Einzahl männlich, Mehrzahl weiblich.

Aber ganz abgesehen von der Sprache ist es selbstverständlich eine Frage der Religion, ob Frauen und Männer getrennt zu leben haben. Wenn die Religion das vorsieht, dann...
ja, dann... boah ey!... ey, mit Religion ist nicht zu spassen!!! Religion ist Anweisung von ganz, ganz oben! Bestimmt sehen wir also bald auch hier in Europa die Geschlechtertrennung
in Bussen, in Geschäften, u.s.w., denn wir sind bezüglich religiöser Kulturen ja schliesslich tolerant und die Ausübung religiöser Praktiken steht bei uns ganz weit oben im Grundgesetz
als selbstverständliches Grundrecht verankert. Saudi-Arabien und Afghanistan machen es uns heute schon vor, wie praktizierte Geschlechtertrennung auch bei uns aussehen kann.
Und wenn jedes Geschlecht sein völlig eigenes Refugium hat, kommt man sich überhaupt nicht negativ in die Quere (wie hier im Stadtbad).
Und schliesslich gibt es ja nur zwei Geschlechter (obwohl das ja auch schon wieder von "diversen Aktivist_Innen") angezweifelt wird - das vereinfacht die Trennung ungemein!
Viel schwieriger umzusetzen ist die Mülltrennung! Und die Geschlechtertrennung.hat sich ja eben nicht etwa ein Mann ausgedacht, sondern das hat Gott von ganz oben so vorgegeben!

Zum Motiv selbst: Hier ist nicht deutlich zu erkennen, ob der Go... äh, der Mann rechts sich an einer Art Geländer oder Schwimmleine festhält, oder ob sich um einen Kratzer handelt,
der schon auf dem Negativ bei Herstellung der Postkarte entstand. In einem Buchabdruck ist dieser "Kratzer" auch mit drauf. Ich habe mich daher für ein reales Objekt entschieden.
Die Leine oder das Geländer taucht am Knick ins Wasser ein und unterhalb des Knickes ist es die Spiegelung im Wasser. Nur schwer zu sagen, ob das mit der Spiegelung real
hinkommt. So geschult bin ich nicht, dass ich eine reale Wasserspiegelung von quasi gefakten Spiegelwinkeln unterscheiden könnte. Müsste man letztlich ermittlungstechnisch real
rekonstruieren und dann abgleichen, erst das brächte den Beweis, ob es sich beim Knick tatsächlich um eine Spiegelung handelt.

Übrigens wird auch heute noch, trotz aller Vorsichtsmassnahmen, gerade in Schwimmbädern viel Dihydrogenmonoxid freigesetzt! Da muss man sehr aufpassen!
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  Überseemuseum




Nr.187
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Nr.187   Innenhof / Lichthof des Überseemuseums. Hier das zweite Bild aus der Carl-Weller-Sammelmappe mit insgesamt 21 Bildern.    button-4k-larger-version
Obwohl dieses Motiv inhaltlich nicht so sehr faszinierend ist, so ist es doch bemerkenswert, dass es von vor dem 2. Weltkrieg stammt!  Denn der 2.Weltkrieg stellt ja,
zumindest bei uns, in unserer Gesellschaft, so eine gewisse Zeitmarke dar, bei der man eben nach "vor" und "danach" definiert. Farbfotos aus der Zeit von vor dem
2. Weltkrieg sind rein technisch sehr selten und schon daher etwas Besonderes, zum Anderen sind diese Bilder aus den 20er, 30er Jahren daher eben nicht nur bloss
"ein paar Jahre älter" als Bilder aus den 50er, 60er Jahren, sondern stammen sozusagen aus der Zeit von "vor dem grossen Bruch".
Und wiederum nocheinmal eine ganz andere Ära ist dann die Zeit von vor dem 1. Weltkrieg.

Dennoch schade, dass die Fotografen damals immer nur den gleichen, aber auch wirklich immer nur denselben, statischen Käse aufgenommen haben: Das Rathaus, das Domportal,
die Wallmühle hinter den Bäumen... all das sieht heute noch exakt genauso aus, wie vor 50, 100 oder 500 Jahren. Aber klar, man war eben ganz besonders stolz auf die ganz
besonders statischen Dinge. Ist ja auch ok, nur hätte man ja zusätzlich mal was ganz anderes fotografieren können. Aber so kreativ war man eben nicht. Man wäre wahrscheinlich für
geisteskrank erklärt worden, wenn man ganz willkürlich "einfach so irgendetwas" fotografiert hätte. War ja auch teuer. Aber das Domportal in x-ter Ausführung aufgenommen, macht
das Fotografieren ja nun auch nicht billiger oder origineller. Na ja, immerhin heute ein gewisser Reiz beim Sammeln, mal was Selteneres zu finden. Frühe Farbfotos oder / und gute
originale Nachcolorierungen gehören auf alle Fälle dazu.

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  Diakonissenhaus




Nr.194
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Nr.194  Krankensaal oder -stube im Diakonissenhaus.  Kein Datum. Dürfte so um 1930 sein. button-4k-larger-version
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  Industrie




Nr.229
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Nr.229   Maschinenhalle der AG-Weser.  23.1.1911. An Fräulein Betti Meier, Bremen, Mauerstr. 45. button-4k-larger-version
Karte betitelt mit: "Montieren von Schiffsmaschinen in der Maschinenfabrik der Actien-Gesellschaft 'Weser'. Schiffswerft in Bremen."

    M. l. Be. Diese Woche konnte ich nun leider nicht abkommen, sonst wären wir nochmals zusammen gekommen.
    Sonnabend haben haben wir s.V.V. im Casino zu singen zur Kaiser Geb. F. Für Sonntag bitte ich dich wieder um 7 Uhr
    da zu sein und begrüße dich l.Sch. aufs herzlichste bis dahin. Dein Emil


Der 27.1. - Kaisers Geburtstag - war aber im Jahr 1911 ein Freitag! Sehr wahrscheinlich hatten sie am Samstag nachgefeiert. Oder Emil hat sich im Tag geirrt.
Oder die Website, wo ich den Wochentag zum Datum rausgefunden habe, hat sich geirrt. Oder der Kaiser hat sich geirrt. Letzteres aber eher nicht anzunehmen ist.




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  Wohnraum




Nr.677
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Nr.677  Wintergarten in der Schönhausenstrasse 33.   27.11.1914. An Herrn Karl Baun, Prag III, Josefsgasse 2.      KI-nachcoloriert. button-4k-larger-version button-4k-original-sw
    Herzlichen Gruss Grete Grieme. Bremen. Schönhausenstrasse 33.

Heute ist in maps unter der 33 nur eine Baulücke zu finden / sehen. Also genau dort, wo auch auf der AK Nr.588 unter "Stadtteile" die Lücke ist. Leider gibt es ja kein Streetview
aus der Schönhausen, um zu schauen, wo genau die Hausnr.33 ist, ob da überhaupt noch eine 33 existiert. Sehr stark anzunehmen jedenfalls, dass dieser Raum dann auch einer
aus der Nr.33 ist, aber muss natürlich nicht zwingend sein.

---> Leserhinweis von George:

Diese AK Nr. 677 wurde gegen Ende 1914 von Grete Grieme, Schönhausenstr. 33, geschrieben. Im Adressbuch-Bremen für 1915 wurde in der Nr. 33  erstmals als Bewohner der
Architekt W. K. Grieme aufgelistet, und zwar als Hauseigentümer. Ich könnte mir also vorstellen, dass der Architekt nach dem Einzug voller Stolz seinen Wintergarten zur Ansichtskarte
gemacht hat und seine Frau Grete diese ebenfalls voller Stolz an ihre Freunde versandt hat.

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